Aktuelles aus den Ausschüssen
Gleichstellungsbeirat der Stadt Pulheim am 26.03.2026
Mit viel Freude habe ich am 26.03.2026 das erste Mal, in Vertretung für unsere Fraktionsvorsitzende, Frau Schneider-Krieger, am Gleichstellungsbeirat der Stadt Pulheim teilnehmen dürfen.
Nach einem Rückblick auf den zurückliegenden Weltfrauentag in diesem Jahr hat uns die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pulheim, Frau Marion Funk, in einem ansehnlichen Vortrag einmal einen umfangreicheren Einblick in ihre regelmäßigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder gegeben, eine sehr gute Idee, insbesondere für die Mitglieder des Beirates, die (wie ich) noch nicht so lange dabei sind.
Bedrückend fand ich jedoch, was uns dann eine Bürgerin, die dem Beirat als Gast beiwohnte, schilderte: Am 20.03.2026, dem diesjährigen Tag des Ramadanfests, sei ihr wohl als gläubige Muslimin an der Haci Bayram Moschee in Pulheim, die auch der DITIB angehört, der Zutritt verweigert worden und das wohl auch nur, weil sie eine Frau ist. Auch nach dann doch hart erkämpftem Zutritt zur Moschee hatte sie angabegemäß mit weiteren, größeren Behinderungen seitens des zu diesem Zeitpunkt anwesenden "Personals" zu kämpfen. Aufgrund dieser offensichtlichen Frauendiskriminierung wandte sie sich verständlicherweise hier vertrauensvoll an den Gleichstellungsbeirat, damit dieser oder die Beauftragte tätig wird (z. B., dass man sich direkt mal (z. B. per Mail) an die DITIB in Köln wendet).
Frau Funk und auch die Vorsitzende des Beirates, Frau Antje de Levie, entgegneten ihr jedoch, dass sie das "insgesamt schwierig fänden" und das wohl "auch so derzeit nicht bewerten" könnten und dass man da aktuell "wohl auch nichts machen" könnte. Seitens Frau Bettina Hermges, die auch zugegen war, sind der betroffenen Dame Telefonnummern angeboten worden, an die sie sich wohl zwecks Vermittlung wenden könnte.
Die Dame, wie ich selbst am Ende auch, schien von den angebotenen "Lösungen" ernüchtert zu sein; hier hätte ich mir, wie die betroffene Bürgerin wohl auch, persönlich mehr "Einsatz" gewünscht, denn wozu unterhalten wir einen Gleichstellungsbeirat in der Stadt Pulheim, wenn wir bei einer so offensichtlichen Diskriminierung von Frauen quasi nur mit den Schultern zucken oder Telefonnummern als "Hilfe" verteilen? Die DITIB, die sich offiziell auch der Gleichstellung von Mann und Frau verpflichtet, hätte hier direkt kontaktiert werden müssen.
Oder will man vielleicht keine weitergehenden Lösungen anbieten bzw. vornehmen, weil man sich dann bestimmten unbequemen Wahrheiten stellen müsste, wie z. B., dass in bestimmten, insbesondere konservativen muslimischen Kreisen Frauen alles andere als dem Mann gleichgestellt sind?
Ich werde die Sache weiterverfolgen und halte euch auf dem Laufenden!
Kai Lorenz, Ratsmitglied der Stadt Pulheim